Es gibt Adressen, die man testet, und solche, von denen man mit der Überzeugung zurückkehrt, ein Geheimnis entdeckt zu haben. Yukihira, in der Rue de Lévis 80 im 17. Arrondissement, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Für uns ist es einfach die beste Izakaya in Paris — die präziseste, ehrlichste und machtsüchtigste japanische Küche, die wir seit Jahren in der Hauptstadt probiert haben. Und glauben Sie uns, wir haben einige getestet.

Der Ort: Man tritt ein und möchte nie wieder weg
Sobald man den roten Noren zur Seite schiebt, betritt man eine andere Welt. Das Theke aus hellem Holz Entlang des Raumes reihen sich die Sake-Flaschen wie in einer Tokioter Apotheke auf, die Papierhänger verbreiten ein honigfarbenes Licht von unglaublicher Sanftheit. Man denkt sich, dass dieses Stück des 17. Arrondissements einen der schönsten japanischen Räume der Stadt verbirgt – klein, intim, wie meißelt.

Dreißig Gedecke, nicht mehr. Man setzt sich, wenn möglich, an die Theke (unser Lieblingsplatz): Man sieht der Küche bei der Arbeit zu, wechselt ein paar Worte mit dem Koch, probiert die Gerichte, so wie sie zubereitet werden. An den Tischen herrscht völlige Intimität – der Gastraum ist ruhig, gemütlich, man flüstert dort fast vor Vergnügen. Das ist typischerweise die Art von Ort, an dem eine Stunde vergeht, ohne dass man es merkt.

Am Herd: Yasushi Hayashi, ein Koch, der weiß, was er tut
Der Anführer Yasushi Hayashi ist eine der am meisten unterschätzten japanischen Handschriften in Paris. Japanische Präzision, Produktbesessenheit, sparsame Gesten – er kocht nicht, um zu beeindrucken, er kocht, um zu verwöhnen. Und das macht den ganzen Unterschied. Seine Handschrift: dem Produkt eine Stimme geben. Die Karte richtet sich nach dem Markt, wechselt mit den Jahreszeiten, und das Versprechen «Hier wird jeden Morgen alles frisch zubereitet» ist kein Marketing – das ist es, was man im Gastraum sieht.
Die Rede ist von einem Chefkoch, der das Garen auf den Grad genau treibt, Sashimi mit der Präzision eines Uhrmachers schneidet, genau richtig würzt. Die Sorte Hand, die man überall sucht und nur selten findet.
Die Speisekarte: Jedes Gericht wirkt wie eine Selbstverständlichkeit
Yukihira führt die Tradition von’Izakaya — kleine Teller zum Teilen — mit einer Speisekarte, die nichts falsch macht. Jedes Gericht hat uns überzeugt, und mehrere haben uns umgehauen.
Omakase Midi · 4 Gänge — 28€
Machen wir uns nichts vor: Eines der die besten Mittagsangebote ganz von Paris. Vier Gänge nach Wahl des Küchenchefs je nach frischem Angebot für 28 €. Unschlagbar bei der gebotenen Qualität. Das ist der Treffpunkt, den man sich mindestens einmal im Monat einplanen sollte.
Die kalten Gerichte
Das’Edamame (6€) Soja-Mirin-mariniert eröffnet den Reigen – man merkt schon, dass das gut gemacht ist. Das Sashimi Moriawase (14 €) ist zum Niederknien präzise Schnitte, Fisch von makelloser Frische, echter Wasabi, perfekter geriebener Daikon. Allein dafür kommt man regelmäßig wieder. Das potesara (12€) — Japanischer Kartoffelsalat — ist eines unserer liebsten Comfort Foods in Paris, von dem man nascht, ohne aufhören zu können.

Le Shiraae von der Ente (15 €) ist ein absoluter Traum: zerdrückter Tofu mit schwarzem Sesam, zart schmelzende Shiitake-Pilze, zartrosa Entenfleisch – die Balance ist perfekt. Das ist das Gericht, das man sofort bestellt, sobald es auf der Karte steht.

Die warmen Gerichte
Le Nasu Dengaku (10€) — gegrillte Aubergine mit Miso-Glasur — ist die beste in Paris, Punkt. Schmelzende Textur, geschmackvolle Glasur, gekonnte Karamellisierung. Die’Agedashi-Tofu (10€) ist ein Meisterwerk der Einfachheit: frittierter Tofu, tiefgründige Dashi-Brühe, geriebener Rettich. Man trinkt die Brühe bis zum letzten Tropfen.

Was den Fisch betrifft, (so) Saké mit Shio-Koji (14€) — mit Shio-Koji marinierter und gegrillter Lachs — ist großartig: knusprige Haut, glasiges Fleisch. Das Makrele in Miso-Soße (14€), Makrele mit Miso und Ingwer, ist tiefgründig und wärmend. Und der Unverzichtbares Signature-Gericht: das Kakuni (15€) — Schmelzender Schweinebauch, geschmort in Soja, Sake, Mirin. Eine Bombe. Das ist die Erinnerung, die man noch lange nach der Abreise behält.


Zum krönenden Abschluss
Le Taiyaki (7€) – japanische Waffel gefüllt mit roter Bohnenpaste, hausgemachter Schlagsahne – ist perfekt, außen knusprig, innen zartschmelzend. Die Panna cotta Soba-tya (11€) mit Buchweizen, Kinako-Crumble, Kuromitsu, ist wahrscheinlich im Moment das beste japanische Dessert in Paris. Allein deshalb ist es einen Umweg wert.
Sake, Weine, Biere: Der Weinkeller eines Liebhabers
Man grüßt die Sake-Keller außergewöhnlich — selten in Paris auf diesem Niveau. Sake im Offenausschank 8cl von 8 bis 14 €: Dassai 45 Junmai Daiginjo, Suigei Tokubetsu Junmai, Keigetsu Extra Dry, Kuheiji 50 Sauvage. Eine erlesene, stimmige Auswahl, die meisterhaft auf die Gerichte abgestimmt ist. Sake-Liebhaber werden begeistert sein; Anfänger werden sich verlieben.
Beim Wein: Bourgogne Hautes Côtes de Beaune (48-52 €), Pouilly-Fumé vom Château de Tracy (65 €), Saint-Joseph «Les Challeys» (68 €). Champagner von Blanc de Blancs im Offenausschank (15 €) bis zum Cramant Grand Cru Vintage (120 €). Die Kirin Ichiban Für 8 € erfüllt es für Bierpuristen absolut seinen Zweck.
Das Gesamterlebnis: Warum man dorthin zurückkehrt
Yukihira ist genau die Art von Ort, an den man zurückkehrt und zu dem man die Menschen mitbringt, die man liebt. Der Service ist aufmerksam, aber nicht aufdringlich, die Sake-Empfehlungen sind immer treffend und die Rechnung bleibt für die gebotene Qualität absolut moderat: Rechnen Sie mit 40-55 € pro Person à la carte abends (ohne Getränke), wobei das Omakase Mittag für 28 € das absolute Schnäppchen ist. Für ein romantisches Abendessen, ein Geschäftsessen oder einen Abend unter Liebhabern der japanischen Küche ist dies unsere Adresse Nr. 1 in Paris.
Warum das der beste Izakaya in Paris ist
- Ein außergewöhnlicher Chef, Yasushi Hayashi, mit einer präzisen Hand und einer Besessenheit für das Produkt
- Das Omakase-Mittagsmenü für 28 €, unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis in Paris
- Das beste Nasu Dengaku und das beste Kakuni, das wir in Paris probiert haben
- Eine raffinierte Sake-Brauerei (Dassai, Kuheiji, Suigei…) selten auf diesem Niveau gesehen
- Ein intimer und gemütlicher Raum — perfekt für ein Date, ein tête-à-tête oder ein zwangloses Gourmet-Abendessen
- Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis für den 17. — 40–55 €/Person ohne Getränke
Praktische Infos
📍 Adresse : 80 rue de Lévis, 75017 Paris
🚇 U-Bahn: Villiers (Linien 2, 3), Malesherbes (Linie 3), Wagram (Linie 3)
☎ Telefon : 01 42 05 43 75
🕒 Öffnungszeiten: Mittagessen & Abendessen · Reservierung dringend empfohlen
💶 Preis: Omakase Midi 28€ · À la carte 40-55€/Person (ohne Getränke)
📸 Instagram : @izakaya.yukihira
👨🍳 Koch : Yasushi Hayashi
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Izakaya?
Ein japanisches Viertel-Restaurant und -Bistro, in dem man in kleinen, zu teilenden Portionen bei Sake, Wein oder Bier isst. Es ist die Tradition des zwanglosen und geselligen «Essen-und-Trinkens», irgendwo zwischen Bistro und Tapas-Bar.
Muss man im Yukihira reservieren?
Ja, absolut. Der Raum ist intim (etwa dreißig Gedecke) und das Lokal ist oft ausgebucht. Reservieren Sie für Freitag- und Samstagabende mindestens 5 Tage im Voraus, für den Rest der Woche 2-3 Tage.
Ist Yukihira für ein romantisches Abendessen geeignet?
Perfekt dafür. Gedämpfter Raum, honigfarbenes Licht, Holztresen, diskreter Service – das ist eine der besten japanischen Adressen in Paris für ein gelungenes Date.
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